Zuletzt fachlich geprüft: 28. Juli 2026 · Lerninhalt, keine individuelle statistische Beratung
Ein einzelner p-Wert ist keine Zusammenfassung eines Forschungsergebnisses. Gute Interpretation verbindet mindestens drei Perspektiven: Wie unvereinbar sind die Daten mit einer präzisen Nullhypothese? Welche Effektwerte sind mit den Daten plausibel? Und ist diese Größenordnung fachlich relevant?
Der p-Wert
Der p-Wert beschreibt – unter der Nullhypothese und allen Modellannahmen – wie häufig eine mindestens ebenso extreme Teststatistik auftreten würde. Er ist nicht die Wahrscheinlichkeit, dass die Nullhypothese wahr ist. Er misst auch nicht automatisch die Größe oder Wichtigkeit eines Effekts.
Das Konfidenzintervall
Ein 95%-Konfidenzintervall ist ein Verfahren mit langfristiger 95%-Abdeckung. Für das konkrete Intervall zeigt es eine mit den Daten und Annahmen vereinbare Spannweite. Breite Intervalle signalisieren geringe Präzision; schmale Intervalle höhere Präzision. NIST zeigt die enge mathematische Verbindung zwischen zweiseitigem Test und entsprechendem Konfidenzintervall.
Die Effektgröße
Eine Effektgröße beschreibt die Größenordnung. Das kann eine Mittelwertsdifferenz in Originaleinheiten, eine standardisierte Differenz wie Hedges’ g, eine Korrelation oder ein Odds Ratio sein. Originaleinheiten sind häufig leichter fachlich zu beurteilen; standardisierte Maße erleichtern Vergleiche über Skalen hinweg.
So entsteht eine belastbare Aussage
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fit <- t.test(score ~ group, data = study, var.equal = FALSE)
fit$estimate # gruppenspezifische Mittelwerte
fit$conf.int # Intervall der Mittelwertsdifferenz
fit$statistic # t-Statistik
fit$p.value # p-Wert zur Nullhypothese
Weiterführende Quellen
- NIST: Beziehung zwischen Test und Konfidenzintervall
- NIST: Hypothesentests und Konfidenzintervalle
- Offizielle R-Dokumentation: t.test